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Wissenswertes über:

IT Stromkosten senken - Strom sparen im Office

IT-Strom sparen im Office durch energieeffiziente Geräte

Der heutige Alltag ist ohne PC, Smartphones und sonstige IT nur noch schwer denkbar, egal ob im Büro oder privaten Umfeld. Viele Unternehmen machen sich zunehmend Sorgen um ihren Energieverbrauch und daraus folgenden Stromkosten.

Umweltbewusstes Handeln bedeutet aber nicht nur, möglichst Hardware zu beschaffen, die im Betrieb wenige kWh pro Jahr verbraucht, sondern sich Gedanken über das sogenannte Lifecycle Management zu machen. Hierbei werden unter anderem die gesamten Kosten der Geräte in Euro über die Verwendungsdauer ermittelt, welches die Betriebskosten einschließt.

Da Energiekosten absehbar steigen werden, ist Energie sparen zunehmend wichtig.

Der Energieverbrauch moderner Geräte ist oft unsichtbar

In der heutigen Zeit ist es normal, dass alles jetzt und sofort zu geschehen hat. In Konsequenz sind viele Systeme im Hintergrund tätig.

Dies fängt bei Telefonen an, die an einer Telefonanlage angeschlossen sind oder in der heutigen Zeit als IP-Telefon einen Router benötigen. Im Büro sind meist Server für weitere Dienste verantwortlich wie die Bereitstellung verschiedener Anwendungsprogramme und Datenspeicherung. Diese müssen oft rund um die Uhr laufen. Hierdurch verursachen auch energieeffiziente Geräte über das Jahr hinweg entsprechenden Stromverbrauch.

Dazu kommt, dass nicht nur Personen im Büro im Sommer gekühlt werden möchten. Server benötigen eine eigene Klimaanlage, die in der Regel auch im Winter Energie verbraucht.

Grundsätzliche Maßnahmen zur Reduktion vom Energieverbrauch beinhalten die Anschaffung von Geräten mit hoher Energieeffizienz. Beispielsweise lassen sich oft am Arbeitsplatz direkt angeschlossene Drucker durch ein kombiniertes Drucker/Scanner Multifunktionsgerät auf dem Büroflur ersetzen. Oder verschiedene kleine und alte Server werden durch ein größeres Modell ersetzt und konsolidiert.

Ebenfalls sollte das Ausschalten eines Büro-PCs zum Feierabend selbstverständlich sein.

Technische Maßnahmen zum intelligenten Stromsparen

Auf Client-Computern lassen sich weitere Maßnahmen umsetzen, um bei Nichtbenutzung beispielsweise während der Mittagspause Strom sparen zu können. Moderne Betriebssysteme können automatisch nach einer einstellbaren Zeit der Nichtbenutzung das System in den Standby-Modus versetzen. Nach Ende der Pause steht das System dem Benutzer auf Knopfdruck meist schneller wieder zur Verfügung als bei einem kompletten Neustart. In großen Unternehmen mit vielen Arbeitsplätzen ist jedoch nicht immer sicher, dass alle PC nach Feierabend auch wirklich ausgeschaltet worden sind.

Eine oft praktizierte Lösung ist das automatische Ausschalten von PCs nach einer längeren Zeit der Inaktivität, der sogenannte auto shutdown, auch als  idle PC shutdown  bezeichnet.

Wird dieser bei Servern von einer zentralen Managementstation eingeleitet, so spricht man von einem remote shutdown. Hier gibt es spezielle Software, die regelbasiert PC und Server überwacht und herunterfährt.

Wake on Lan

Für Wartungszwecke wie Software-Updates ist es hilfreich, wenn die zentrale IT die Rechner zu definierten Zeiten einschalten kann, also ein auto Anschalten oder wake up remote pcs praktiziert. In der Mehrzahl der Fälle wird Wake on LAN eingesetzt (WOL). Dies ist eine Technik, bei der die Netzwerkkarte auf spezielle Datenpakete aus dem Netzwerk reagiert und dann den PC startet.

Hiermit ist dann ein remote wakeup möglich, um gezielt Systeme zur Installation von Patches etc. zu wecken und anschließend wieder mit einem remote shutdown abzuschalten.

Für Server ist dies ebenfalls interessant. Reservesysteme müssen so nicht ständig mitlaufen, sondern können bei Bedarf gestartet werden. Gleiches gilt für sporadisch benötigte Server wie Back-up-systeme. Diese können die täglichen Backups fahren, sich anschließend auto ausschalten und werden zu Beginn der nächsten Back-up-Jobs per WOL geweckt. So haben auch Ransomware-Trojaner geringere Angriffsmöglichkeiten.